29
Mai

„Midnight in Paris“ – auch eine Zeitreise durch die Kunst

Nachdem ich vor einiger Zeit mein Bild David – Eine Zeitreise durch die Kunst vorgestellt hatte, möchte ich heute von einer noch viel kreativeren Zeitreise erzählen. Zu der hatte mich gestern Woody Allen eingeladen, als ich gestern Abend wieder einmal seinen schönen und fantasiefördernden Film „Midnight in Paris“ aus dem Jahr 2011 gesehen habe. Ja, romantisch ist er auch, aber ich möchte von meinem unerfüllbaren Traum berichten, eine Zeitreise durch die Kunst zu machen und geschätzte Künstler in ihrer jeweiligen Epoche zu besuchen und mehr über ihre Ängste, Träume und Motivationen zu erfahren. Was gäbe ich dafür, wie der Protagonist Gil beschwingt immer wieder zur Mitternacht in den künstlerischen „Melting-Pot“ des Paris’ der goldenen 1920er Jahre einzutauchen, einer Blütezeit. Ich könnte die Maler Pablo Picasso und Salvatore Dali, treffen, oder die Schriftsteller F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway. Wenn man aber diesen hier zuhört, so träumen sie von der „Bel Epoque“ der Jahrhundertwende. Wenn es einem gelingt auch hierhin „zeit“zureisen, trifft man vielleicht im Moulin Rouge Henri de Toulouse-Lautrec, Paul Gauguin und Edgar Degas. Aber auch die träumen von einer goldenen Ära, nämlich der Renaissance und dann wäre ich in meinem imaginären goldenen Zeitalter bei meinen Helden Michelangelo und Leonardo da Vinci. Doch halt, Renaissance ist französisch und bedeutet nichts anderes als „Wiedergeburt“. Gemeint sind mit der ersehnten Wiedergeburt die kulturellen Errungenschaften der griechischen und römischen Antike: Literatur, Philosophie und die Künste. Das heißt auch die von mir so verehrte, vollkommende Epoche sehnte sich nach einer Retrospektive. Vielleicht bringt uns diese Rückwärtsbetrachtung nicht komplett zurück zu den frühzeitlichen Höhlenmalereinen, wohl aber zu der Erkenntnis, dass wir Menschen nicht unbedingt mit dem Talent gesegnet sind, Befriedigung in dem Gegenwärtigen zu finden, während es unsere Nachfahren aber möglicherweise tuen werden – ein Teufelskreis.

Vielleicht ist die gegenwärtige Kunstepoche vielleicht gar nicht so schlecht, wüsste man wenigstens, was sie wirklich ausmacht. Woody Allens „Midnight in Paris“, soviel lässt sich zumindest aus meiner Warte sage, ist ein ganz hinreißender und fantasievoller Film:

Midnight in Paris

 

Mein kreativer Beitrag zu dem heutigen Thema ist meine Van-Gogh-Variante aus der Schlössle-Serie : „Schlössle Variante IV“, Acryl auf Leinwand 70x50cm, 2013. Zu meiner Ausstellung in Wehr im letzen Jahr habe ich das fast 1000 Jahre alte Wahrzeichen der Stadt, die „Burg Werrach“, im Volksmund „Schlössle“ genannt, in insgesamt 6 verschiedenen Varianten interpretiert.

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