Tag: Neue Romantik

10
Nov

Mein Beitrag zur Ausstellung Neue Romantik – II

Die andere Seite der Geschichte (Rebecca),
Öl auf Leinen 120x80cm, 2018 © Elena Romanzin

Historisch gesehen, wurden Frauen aus der Romantik vor 200 Jahren ausgeschlossen. Die ideale Darstellung des Lebens, die wir von den Künstlern von damals erhielten, ist nur eine männliche Sichtweise. Der Grund ist ziemlich einfach. Frauen war es nicht erlaubt Kunst in Kunstakademien zu studieren, und sie wurden von der Teilnahme am sozialen Leben mit ihren männlichen Kollegen ausgeschlossen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen Frauen mit dem Eintritt in Kunstakademien. Männer haben immer entschieden, was gemalt werden sollte, Männer waren die Auftraggeber von Kunstwerken, Männer waren die Künstler, die sie ausführten. Die ideale Frau, die ideale Schönheit, wurde nur aus männlicher Sicht dargestellt.

Mit meinem Bild „Rebecca“ zeige ich die andere Seite der Geschichte. Dies erklärt, warum ich symbolisch diese Frau so bemalte, wie sie auf der Rückseite der Leinwand sein würde. Sie stellt eine Malerin dar, die einen Pinsel und eine Farbtube hält. Das Gemälde ist in einer Grisaille-Technik gemalt mit Ausnahme von 3 Details, die in Blau gehalten sind. Die Farbe, die ich gewählt habe, ist die teuerste und seltenste Farbe der Welt: Lapislazuli. Zur Zeit von Michelangelo oder Vermeer kam diese Farbe aus Afghanistan durch das Meer.

Hier kam der Handelsname für Lapislazuli. Ultramarin. Von der anderen Seite des Meeres.
Die besten Lapislazuli-Steine kommen noch heute aus Afghanistan. Aufgrund seines Wertes durfte Lapislazuli nur für die wertvollsten Dinge verwendet werden, und dies war der Schleier von Maria, der Mutter Jesus. Heute habe ich entschieden, dass der Ansicht einer Frau (symbolisiert durch die blauen Augen) und ihre Tätigkeiten (symbolisiert durch die Werkzeuge, die sie in ihren Händen hält) wertvoll sind und sind deswegen mit Lapislazuli gemalt.

Ausstellung Neue Romantik
So 14.10. – So 11.11.18
Mi, Do, Sa, So 14 – 17 Uhr
Villa Berberich, Kulturhaus der Stadt Bad Säckingen, 
Parkstr. 1, D-79713 Bad Säckingen

17
Okt

Mein Beitrag zur Ausstellung Neue Romantik – I

mit Kollegin Marga Golz

Als Frau habe ich beschlossen, andere Frauen zu porträtieren. Die hier vertretenen Frauen sind aber imaginär und ihre Namen auch. Sie alle stellen meine persönliche Vorstellung von der idealen Frau dar, einer Frau, die nicht der Mode und dem sozialen Diktat gehorchen muss, die sich frei äußern kann. Eine Frau, die wählen kann, um Make-up zu tragen, wenn sie will, aber nicht muss, um akzeptiert zu werden. Dies sind natürliche Frauen, ohne Haarschnitt aus einem Friseursalon, Schmuck oder Make-up, die sie definieren.
Aus diesem Grund habe ich zwei Portraits ohne Farbe gelassen.
Es ist für mich immer noch ein Ideal, denn Frauen werden heute immer noch beurteilt, wenn sie nicht in ästhetische Regeln passen, die von der Gesellschaft diktiert werden.
Ich habe mich entschieden, sie als junge Frauen in ihre Dreißigern zu malen, weil das für mich eine Zeit ist, in der Träume nicht gebrochen werden, Erwartungen noch erfüllt werden können und die ganze Welt zu unseren Füßen ist. Je älter wir werden, desto mehr unterliegen wir Pflicht und Regeln und Rahmen.Continue Reading..

15
Okt

Ausstellung Neue Romantik, Villa Berberich

von links: Werner Fohrer, Michael Krähmer, Marga Golz, Joachim Lehrer, Christoph von Haussen, Elena Romanzin, Rolf Linnemann

Am Samstag, dem 13. Oktober, wurde die Ausstellung eröffnet. Sieben Künstler zeigten, wie sie das Thema Neue Romantik auf ganz persönliche Weise interpretieren.

Hier finden Sie die Presseartikel zur Eröffnung und einige Eindrücke.:

Badische Zeitung – Artikel

Südkurier – Artikel

Fotos

So 14.10. – So 11.11.18
Mi, Do, Sa, So 14 – 17 Uhr
Villa Berberich, Kulturhaus der Stadt Bad Säckingen,
Parkstr. 1, D-79713 Bad Säckingen

10
Okt

Die neuen Romantiker kommen bald in die Villa Berberich!

Titelbild von Joachim Lehrer

Die Kunstepoche der Romantik, Anfang des 19 Jahrhunderts, resultierte aus einer sich schnell verändernden Zeit mit einer Neuordnung Europas und dem Beginn der Industrialisierung. Ihr vorangegangen war die Aufklärung und doch sehnte sich der Mensch in seine heile romantisierte Welt zurück.

Heute, 200 Jahre später, entdecken wir ganz ähnliche Phänomene. Auch wir sehnen uns nach einer entschleunigten, heilen und vielleicht sogar rückwärts gewandten Welt. Diese neue romantische Strömung versucht diese Ausstellung nun ebenfalls aus der Sicht von Fotografen und Malerinnen neu zu interpretieren:

Werner FOHRER, Malerei – Esslingen

Marga GOLZ, Malerei – Lörrach

Michael KRÄHMER, Malerei – Kirchentellinsfurt

Joachim LEHRER, Malerei – Tübingen

Rolf LINNEMANN, Fotografie – Weilheim/Teck

Elena ROMANZIN, Malerei – Wehr

Christoph VON HAUSSEN, Fotografie – Weilheim/Teck

Sa 13.10.18 18 Uhr Vernissage.

Begrüssung: Bürgermeister Alexander Guhl – Einführung: Frank von Düsterlho

Sa 20.10.18 15 Uhr Führung

Durch die Ausstellung führt Elena Romanzin

So 11.11.18 15 Uhr Finissage

Im Dialog mit Kulturreferentin Christine Stanzel

Alle Künstlern sind zu Vernissage und Finissage anwesend.

So 14.10. – So 11.11.18

Mi, Do, Sa, So 14 – 17 Uhr

Villa Berberich, Kulturhaus der Stadt Bad Säckingen,

Parkstr. 1, D-79713 Bad Säckingen